Giraffen sind Paarhufer – was bedeutet das?

Giraffen haben eine gerade Anzahl von Zehen. Daher werden sie als Paarhufer bezeichnet. Hat ein Tier eine ungerade Anzahl von Zehen, so nennt man sie Unpaarhufer. Giraffen gehören zu Paarhufern und haben zwei Zehen an jedem Bein. Vor vielen, vielen Jahren hatten Giraffen fünf Zehen an jedem Bein.

 

Die erste Zehe bildete sich im Laufe der Zeit zurück, ebenso die zweite und die fünfte  Zehe. Die dritte und die vierte Zehe blieben, wodurch die Bezeichnung Paarhufer üblich wurde. Neben den beiden Zehen ist beim Paarhufer vor allem der Mittelfußknochen sehr stark ausgeprägt. Bei den Giraffen sind die zweite und die fünfte Zehe überhaupt nicht mehr vorhanden. Bei anderen Paarhufern sieht man noch den Ansatz dieser Zehen. Bei der Giraffe  haben sie sich vollständig zurückgebildet und man sieht nichts mehr davon.

 

Als Paarhufer haben Giraffen lange, schmale Beine. Der untere Teil der Beine ist steif. Dadurch sind Giraffen beim Laufen sicherer und wenig wackelig. Die meisten Muskeln der Paarhufer sind in der Nähe des Rumpfes. Nicht nur Giraffen sind Paarhufer, auch Pferde, Rinder, Schweine, Kamele oder Ziegen. Sie haben zwar alle eine gerade Anzahl an Zehen oder Klauen, sind aber dennoch recht unterschiedlich. Nur bestimmte Merkmale haben alle Paarhufer gemeinsam. So zählen zum Beispiel alle Wiederkäuer zu den Paarhufern.