Giraffen sind Wiederkäuer – Warum und Wieso?

Bei uns sieht man sie nur im Zoo, die Tiere mit den langen Vorderbeinen und dem noch längeren Hals. Giraffen wohnen eigentlich in der Savanne in Afrika. Das sind Regionen, in denen reichlich Büsche und Bäume wachsen. Sie fressen Gras und Blätter von den Bäumen. Dafür holen sie mit der langen Zunge die Zweige zum Maul und fressen die Blätter ab. Da sie dies mit wenig Kraftaufwand schaffen, sind die Kaumuskeln eher auf Ausdauer trainiert. Die Blätter werden im Mund zerkaut und dann geschluckt.

 

So frisst die Giraffe rund 30 kg Nahrung pro Tag und benötigt dafür bis zu 20 Stunden. In der Nacht und während der Ruhephasen wiederkäuen sie die Nahrung. Die zerkauten Blätter werden zunächst geschluckt und werden im Netzmagen vorverdaut. Zum Wiederkäuen holen Giraffen diesen Speisebrei mit der muskulösen Speiseröhre wieder ins Maul und kauen diesen nochmals gründlich. Giraffen sind Wiederkäuer, da sie, wie viele andere Tiere auch, ausschließlich pflanzliche Nahrung zu sich nehmen.

 

Diese enthalten wenig Nährstoffe, dafür aber auch unverdauliche Bestandteile. Im Magen der Giraffe sind verschiedene Mikroorganismen, die dafür sorgen, dass das Futter nährstoffreicher und eiweißreicher wird. Weil Giraffen Wiederkäuer sind, können sie auch minderwertiges Futter bestens verwerten. Außerdem können sie viel Futter schnell fressen und erst später aufbereiten und verdauen. Das ist vor allem dann eine Hilfe, wenn sie zum Beispiel von Raubtieren bedroht werden.