Giraffen sind Paarhufer – was bedeutet das?

Giraffen haben eine gerade Anzahl von Zehen. Daher werden sie als Paarhufer bezeichnet. Hat ein Tier eine ungerade Anzahl von Zehen, so nennt man sie Unpaarhufer. Giraffen gehören zu Paarhufern und haben zwei Zehen an jedem Bein. Vor vielen, vielen Jahren hatten Giraffen fünf Zehen an jedem Bein.

 

Die erste Zehe bildete sich im Laufe der Zeit zurück, ebenso die zweite und die fünfte  Zehe. Die dritte und die vierte Zehe blieben, wodurch die Bezeichnung Paarhufer üblich wurde. Neben den beiden Zehen ist beim Paarhufer vor allem der Mittelfußknochen sehr stark ausgeprägt. Bei den Giraffen sind die zweite und die fünfte Zehe überhaupt nicht mehr vorhanden. Bei anderen Paarhufern sieht man noch den Ansatz dieser Zehen. Bei der Giraffe  haben sie sich vollständig zurückgebildet und man sieht nichts mehr davon.

 

Als Paarhufer haben Giraffen lange, schmale Beine. Der untere Teil der Beine ist steif. Dadurch sind Giraffen beim Laufen sicherer und wenig wackelig. Die meisten Muskeln der Paarhufer sind in der Nähe des Rumpfes. Nicht nur Giraffen sind Paarhufer, auch Pferde, Rinder, Schweine, Kamele oder Ziegen. Sie haben zwar alle eine gerade Anzahl an Zehen oder Klauen, sind aber dennoch recht unterschiedlich. Nur bestimmte Merkmale haben alle Paarhufer gemeinsam. So zählen zum Beispiel alle Wiederkäuer zu den Paarhufern.

Giraffen sind Wiederkäuer – Warum und Wieso?

Bei uns sieht man sie nur im Zoo, die Tiere mit den langen Vorderbeinen und dem noch längeren Hals. Giraffen wohnen eigentlich in der Savanne in Afrika. Das sind Regionen, in denen reichlich Büsche und Bäume wachsen. Sie fressen Gras und Blätter von den Bäumen. Dafür holen sie mit der langen Zunge die Zweige zum Maul und fressen die Blätter ab. Da sie dies mit wenig Kraftaufwand schaffen, sind die Kaumuskeln eher auf Ausdauer trainiert. Die Blätter werden im Mund zerkaut und dann geschluckt.

 

So frisst die Giraffe rund 30 kg Nahrung pro Tag und benötigt dafür bis zu 20 Stunden. In der Nacht und während der Ruhephasen wiederkäuen sie die Nahrung. Die zerkauten Blätter werden zunächst geschluckt und werden im Netzmagen vorverdaut. Zum Wiederkäuen holen Giraffen diesen Speisebrei mit der muskulösen Speiseröhre wieder ins Maul und kauen diesen nochmals gründlich. Giraffen sind Wiederkäuer, da sie, wie viele andere Tiere auch, ausschließlich pflanzliche Nahrung zu sich nehmen.

 

Diese enthalten wenig Nährstoffe, dafür aber auch unverdauliche Bestandteile. Im Magen der Giraffe sind verschiedene Mikroorganismen, die dafür sorgen, dass das Futter nährstoffreicher und eiweißreicher wird. Weil Giraffen Wiederkäuer sind, können sie auch minderwertiges Futter bestens verwerten. Außerdem können sie viel Futter schnell fressen und erst später aufbereiten und verdauen. Das ist vor allem dann eine Hilfe, wenn sie zum Beispiel von Raubtieren bedroht werden.

Giraffen-Steckbrief

Alles über Giraffen – Giraffen Steckbrief 

 

Wo leben Giraffen?

Giraffen leben in Savannen-Regionen. Heute gibt es natürliche Vorkommen von Giraffen nur mehr südlich der Wüste Sahara. Der größte Giraffen-Lebensraum findet sich im Südwesten und Süden des afrikanischen Kontinents. Früher waren Giraffen auch nördlich der Sahara zu finden, doch in diesen Gegenden wurden sie bereits vor langer Zeit ausgerottet.

Menschen haben Giraffen aber nicht nur vertrieben, sondern auch andernorts neu angesiedelt. Ungewöhnliche Populationen finden sich somit heute etwa auf den Philippinen.

Giraffen Größe:

Giraffen werden bis zu 6 Meter groß. Die Schultern der Giraffen liegen dabei bei ca. 2 bis dreieinhalb Metern Höhe.

Giraffen Zunge

Ein besonderes Merkmal der Giraffe ist ihre Zunge. Diese ist blaugrau und kann bis zu einem halben Meter lang sein.

Giraffe Gewicht

Wer so groß ist wie ein Haus und aus Dachrinnen trinken kann, der bringt auch ordentlich Gewicht auf die Waage. Ausgewachsene Giraffen sind bis zu 900 kg schwer.

Wie Giraffen schlafen

Giraffen schlafen immer nur sehr kurz und auch nur sehr selten im Liegen. Denn gerade in der Nacht sind sie ungeschützt, weshalb lange Schlafphasen für sie eine große Gefahr darstellen können.

Giraffen-Nahrung – Was essen Giraffen? 

Giraffen bevorzugen Blätter aus den Baumkronen. Wie auch Fili, lieben auch alle anderen Giraffen vor allem Akazienblätter. Bis zu 30 kg können erwachsene Giraffen davon pro Tag fressen.

Der Hals der Giraffe:

Das auffälligste Merkmal der Giraffe ist ihr Hals. Durch diesen kommt sie auch an die Blätter ganz oben in den Bäumen heran, an die viele andere Tiere nicht gelangen. Dadurch hat sie die besten Blätter ganz für sich und ihre Artgenossen alleine.

Wie schnell sind Giraffen? 

Man glaubt es kaum, aber Giraffen können ganz schön schnell laufen. Wie gern die jungen Giraffen herumtollen und fangen spielen, sieht man auch im Buch „Die kleine Giraffe Fili“. Große Giraffen können bis zu 55 km/h schnell laufen und sind damit schneller, als im Ortsgebiet erlaubt ist.

 

Bildquelle: flickr.com (j33pman)